One Night in Bangkok

One Night in Bangkok

Die erste Nacht in Bangkok liegt hinter uns und da ist sie plötzlich wieder: Die Entspannung und die Zufriedenheit, die sich zumindest bei mir immer auf Reisen einstellt. Umso schöner, dass noch knapp drei Wochen Urlaub vor uns liegen. 

Unser Urlaub begann wie so oft mit einer ICE-Fahrt zum Frankfurter Flughafen. Dort brachte uns ein Airbus A380 direkt nach Bangkok. Direkt heißt in diesem Fall 10,5 Stunden Flug am Stück. Ich habe im Flieger ein paar Mal versucht zu schlafen, aber es wollte mir nicht so recht gelingen. Anscheinend fehlte mir ein mehrjähriges Yogatraining, um meinen Körper so zu biegen, damit ich eine angenehme Schlafposition  einnehmen kann. Oder um es mit anderen Worten zu sagen: Meine Beine sind zu lang. Abgesehen davon war der Flug mit Thai Air aber sehr angenehm. 

Wir landeten kurz vor sieben Uhr am Morgen und machten und mit einem Taxi auf den Weg zu unserem Hotel. Das Abenteuer des lokalen Nahverkehrs wollten wir uns nach dem langen Flug gerne für später aufheben. Leider wurde uns im Hotel freundlich gesagt, dass wir erst ab 14 Uhr in unser Zimmer können und aufgrund der Belegung  auch kein früherer. Check-In möglich sei. Aber alles halb so schlimm. Wir deponierten unsere Koffer und brachen zu einer ersten Erkundungstour auf. 

Schlaftrunken vom Jet Lag stärkten wir uns erst mal mit einem Kaffee. Anschließend besuchten wir den nahegelegenen Lumpini Park, in dem wir viel Zeit mit Spaziergängen und ruhigen Momenten auf den Parkbänken verbrachten. Zwischendurch gab es auch die erste Kokosnuss zur Stärkung. Den Rest des Tages ließen wir ähnlich ruhig ausklingen. Zimmer im Hotel beziehen, frisch machen, zu Abend essen und früh ins Bett, denn am nächsten Tag klingelte der Wecker früh.

Für unseren ersten richtigen Tag in Bangkok hatten wir uns vorab eine Tour durch die Stadt gebucht, um etwas Programm zu haben und einen Einstieg in das Abenteuer Thailand zu haben. Laut Karte sollte der Treffpunkt rund eine halbe Stunde vom Hotel entfernt sein. Wir entschieden uns, die Strecke zu Fuß zu gehen. Leider unterschätzten wir dabei den krassen Verkehr in der Stadt. So wurden die gelegentlichen Überquerungen der Hauptstraßen zu kleinen und manchmal auch großen Herausforderungen. Wenn man in einem fremden Land zum ersten Mal mit einer sechsspurigen Straße mit unklarer Verkehrs- und Ampelreglung konfrontiert ist, dann hilft eigentlich nur eines: Mutig sein und den Einheimischen folgen. Wir kamen dann noch gerade so pünktlich am Treffpunkt an. 

Auf der Tour erwartete uns eine kleine Gruppe und eine einheimische Reiseleitung, die ziemlich gut Deutsch sprach. Unsere Tour führte uns knapp acht Stunden durch verschiedene Sehenswürdigkeiten mit einer Menge Geschichten und Anekdoten. Wir besuchten unter anderem den großen Palast, Wat Po (den Tempel des liegenden Buddha, 46m lang!), Wat Phra Kaeo (Tempel des Smaragd Buddha) und ein paar Märkte. Dazwischen gab es noch ein paar Leckerbissen von den Straßenständen, einen Besuch in einer Suppenküche und zum Abschluss ein Thailändisches Essen im Restaurant. Während der Tour legten wir unsere Wege mit Tuk Tuk, Fähre, Expressboot, Bus und natürlich auch zu Fuß zurück. Allein die verschiedenen Verkehrsmittel sind schon ein Abenteuer für sich. 

Der erste Eindruck von Bangkok ist gewaltig und sehr positiv. Wir freuen uns auf die verbleibende Zeit und sind gespannt, was die kommenden Etappen der Reise für uns bereithalten.