Barcamp Karlsruhe: was für eine Unkonferenz

Barcamp Karlsruhe: was für eine Unkonferenz

Alles macht man irgendwann zum ersten Mal. Am vergangenen Wochenende stand bei mir mein erstes Barcamp auf dem Programm. Das Barcamp Karlsruhe fand in diesem Jahr bereits zum dritten Mal statt und aus einer Laune heraus hatte ich mich vor ein paar Wochen dafür angemeldet. Ich hatte das Glück, eines der limitierten und schnell vergriffenen Tickets zu bekommen. Das Barcamp fand am Samstag und am Sonntag statt, ich war allerdings nur am Samstag vor Ort.

In der Vergangenheit war ich schon hin und wieder auf Konferenzen, aber ein Barcamp möchte ja explizit eine Unkonferenz sein. Daher packte ich alles, was ich über Konferenzen wusste, beiseite und war offen für das, was mich in den Räumen der Karlshochschule in Karlsruhe erwarten würde. Und das war viel mehr, als ich gedacht hatte.

Der grobe Ablauf war mir natürlich durch das Studium von diversen Artikeln in den Weiten des www bekannt. Nach einer entspannten Runde, in der man die anderen Teilnehmer kennenlernen und sich mit Kaffee und Brezeln verpflegen konnte, ging es daran, das Konferenzprogramm des Tages zu erstellen. Im Gegensatz zu einer klassischen Konferenz werden hier nämlich keine Sessions im Vorfeld eingereicht und bewilligt. Nein, auf dem Barcamp kann jeder eine Session vorschlagen und bei erkennbarem Interesse auch halten. Und zwar zu jedem Thema. Technische Themen kamen zwar schon mit einer erkennbaren Signifikanz vor, allerdings gab es auch zahlreiche Sessions mit einem völlig anderen Fokus. Genauso war aber auch die Art der jeweiligen Session völlig offen: Präsentation, Diskussion oder Workshop. Die Grenzen waren hier sehr fließend.

Und so erfuhr ich an diesem Tag etwas über den Alltag mit Suizidpatienten im einem Schockraum einer Stuttgarter Klinik, lauschte der Erzählung einer Grönlandwanderung und lernte etwas darüber, wie man gute Fragen stellt. Nebenbei gab es viel Kaffee, leckeres Essen und viele Unterhaltungen mit alten und neuen Bekannten. Ein rundum gelungener Tag.

Mich hat das Format rundum überzeugt und ich freue mich heute schon auf das nächste Barcamp. An dieser Stelle geht auch nochmal mein ausdrücklicher Dank an die Organisatoren und Sponsoren, die diese Veranstaltung überhaupt möglich gemacht haben.