Manatees

Manatees

Urlaub, das ist doch die Zeit, in der man sich jeden Tag von der Sonne wecken lassen kann. Oder? Heute früh traf das bei uns nicht zu. Um Punkt fünf Uhr klingelte uns mein Handy aus dem Schlaf. Das hatte natürlich einen Grund. Wir hatten nämlich für heute eine Bootstour in Crystal River gebucht, und die begann um sechs Uhr. Am frühen Morgen, wohlgemerkt.

Crystal River ist für die hier zahlreich vorkommenden Manatees bekannt, die man bei den Touren auch oft trifft und dann bestaunen kann. Man könnte zweifelsohne auch behaupten, dass diese wunderbaren Geschöpfe die Hauptattraktion der Stadt sind. Unsere Tour haben wir bei Birds Underwater gebucht. Über diesen Anbieter hatten wir im Vorfeld viel positives gelesen. Uns überzeugte, dass hier sehr viel Wert auf das Wohl der Tiere gelegt wird und nicht in erster Linie auf die Wünsche der Touristen geachtet wird.

Außer uns waren nur noch zwei andere Gäste dabei. Ein Vater mit seine. Sohn, der diesen Ausflug zu seinem 12. Geburtstag geschenkt bekam. Ein tolles Geschenk, das sicher eine schöne Alternative zu einem neuen Handy ist.

Bevor wir in See stachen, bekamen wir noch Neoprenanzüge („The best suit is a wetsuit“), Taucherbrillen und Schorchel, sowie ein Informationsvideo gezeigt. Danach fasste der Captain nochmal die wichtigsten Regeln zusammen: im Wasser keinen Lärm machen, nur langsam und ruhig bewegen – mehr gleiten als schwimmen, keine Tiere packen, verfolgen oder bedrängen. Falls ein Tier zu einem kommt (und zwar nur dann) kann man es vorsichtig berühren. Eigentlich Dinge, die einem der normale Menschenverstand sagt.

Wir fanden dann auch tatsächlich einige Tiere und könnten sie aus nächster Nähe beobachten. Es war ein wirklich bewegendes Gefühl, die Giganten direkt neben oder unter einem zu sehen. Giganten ist hier nicht sprichwörtlich gemeint. Die Exemplare waren sicherlich 3-4 Meter lang. Ihre Haut erinnerte an die eines Elefanten. Nun ja, wenn man von dem Moos absah.

Wir verbrachten hier etwa eine halbe Stunde. Anschließend führen wir mit dem Boot noch zu einer kleinen Lagune mit kristallklarem Wasser (woher wohl der Name Crysal River kommt?) und schnorchelten dort noch ein wenig. Das war wirklich klasse und hat Lust darauf gemacht, sich dem Thema Schnorcheln/Tauchen einmal intensiver zu widmen.

Nach gut 3,5 Stunden waren wir dann wieder zurück auf dem Festland. Was bliebt war die Gewissheit, heute ein ganz besonderes Erlebnis mit ganz besonderen Geschöpfen erlebt zu haben.

Gegen Mittag setzten wir unsere Reise fort und fuhren nach Tampa, wo wir noch den kubanisch geprägten Stadtteil Ybor City besichtigten und am Abend die verbleibenden Tage unserer Reise planten. Es ist ja noch etwas Zeit übrig. Morgen früh geht die Reise dann weiter nach Venice.

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